Erweiterte Berufsbildungsreife

Die erweiterte Berufsbildungsreife kannst du mit Abschluss der 10. Klasse an einer Oberschule oder einer Gesamtschule erlangen.  

Du fragst dich jetzt, worin der Unterschied zwischen beiden Schulformen besteht und was jeweils von dir erwartet wird.  

An der Gesamtschule erfolgt der Unterricht im Klassenverband und in Kursen, die sich an deinen Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen orientieren. Für den Abschluss der erweiterten Berufsbildungsreife musst du eine bestimmte Punktanzahl aus den Jahresnoten aller unterrichteten Fächer erreicht haben. Zudem darfst du in den Fächern Deutsch und Mathematik nicht weniger als 5 Punkte, in höchstens zwei Fächern mangelhafte (Note 5) und daneben keine ungenügenden Leistungen (Note 6) erbracht haben.  

Deinen Unterricht an der Oberschule verbringst du im ersten Halbjahr der siebten Klasse gemeinsam mit anderen Schülern im Klassenverband. Ab dem zweiten Halbjahr der siebten Klasse kann der Unterricht u.a. in bildungsgangbezogenen oder bildungsgangübergreifenden Klassen aufgeteilt werden. 

Bei Letzteren werden die Unterrichtsfächer nach einer gewissen Zeit in Fachleistungskurse mit unterschiedlichen Niveaustufen aufgeteilt, die du entsprechend deiner Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen besuchst.  

Den Abschluss der erweiterten Berufsbildungsreife erlangst du hier, wenn du in jedem Fach mindestens ausreichende Leistungen (Note 4) erreicht hast. Solltest du aber daneben in einem Fach nur eine mangelhafte Leistung (Note 5) erbracht haben, so musst du diese mindestens durch eine befriedigende Leistung (Note 3 oder besser) in einem anderen Fach ausgleichen. 

Quelle: Verordnung über die Bildungsgänge in der Sekundarstufe I (Sekundarstufe I-Verordnung – Sek I-V) des Landes Brandenburg vom vom 2. August 2007, zuletzt geändert durch Verordnung vom 9. Februar 2022.

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